Bye bye Kanada ...

Nach einer Fahrzeit von 207 Stunden, 11.577 gefahrenen Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 11,6 Litern verlassen wir Kanada. Es war eine sehr schöne Zeit!!

----------------------------------------------------------------------------------------

Die Nacht war kuuuuurz! Bereits um kurz vor 5.00 Uhr morgens ist am Parkplatz der Fährgesellschaft richtig viel los. Autos und Wohnmobile fahren herein und wollen mit auf die Fähre. Wir müssen uns ebenfalls noch ein Ticket kaufen und so stelle ich mich (Marion) in die Schlange der wartenden Autos ;-). Am Schalter angekommen bezahle ich US$ 103,45 für zwei Erwachsene und unseren knapp 7m langen Wali. Es dauert nicht lange steht auch schon eine Beamtin vom Zoll bei uns vor derTür. Wir haben einen Apfel beim Walmart gekauft, der aus Neuseeland stammt. Diesen müssen wir, bevor wir in die USA einreisen, gegessen haben - darf nicht mit. Ansonsten gibt es keinerlei Beanstandungen. Nun müssen wir beide noch zur Passkontrolle. Auf die Frage, wie lange wir den in den USA bleiben möchten, geben wir ca. 8 Monate an. Die Beamtin gegenüber schaut uns an und sagt, dass auch mit unserem Visum nur max. 6 Monate erlaubt wären, nach diesen müssen wir ausreisen - wobei die Ausreise nach Kanada und Mexiko nicht als Ausreise zählt. Wir müssen also den Kontinent verlassen und dürfen erst danach wieder einreisen. Hm?! Wir fragen noch einmal nach, ob es denn keine andere Möglichkeit gibt. Nachdem sich die Dame von der Einwanderungsbehörde dann schließlich noch einmal bei ihrem Vorgesetzten rückversichert, stellt sich heraus, dass durchaus auch mehr als 6 Monate möglich sind. So bekommen wir eine Aufenthaltsgenemigung von 9 Monaten! Juuhuuuu! Ab auf die Fähre mit uns und ab nach Amerika :-)

Am Hafen von Port Angeles angekommen, noch einmal eine kurze Kontrolle. Zwei, drei Fragen - das war's, wir sind drin ;-). Niemand wollte in unser Wohnmobil schauen, geschweige denn, den "Kofferraum" oder ähnliches sehen. Alles Super einfach und völlig unkompliziert.

Jetzt erst einmal gemütlich frühstücken und erste Erfahrungen mit "Einheimischen" bzw. amerikanischen Essen sammeln. Es gibt Rührei mit Pilzen und rohen Zwiebeln. Schmeckt anders, aber gut ;-)

Lange Zeit zum Rumtrödeln bleibt allerdings nicht, da wir, bevor wir auf's Schiff Richtung Alaska steigen, noch das ein oder andere sehen wollen. So fahren wir erst einmal in den nahegelegenen Olympic Nationalpark, der mit etwa 3,5 Mio. Besuchern zu den beliebtesten Parks in den USA gehört. Mit Wali geht's also rauf auf den 1.755m hohen Hurricane Hill, oben angekommen genießen wir die wunderschöne Aussicht auf die vergletscherte Bergwelt, sowie auf Vancouver Island. Nach einem kurzen Spaziergang fahren wir die gut ausgebaute aber steile Straße schließlich wieder hinunter. Die steilen Hänge, rechts runter, links hoch, machen die Abfahrt zu einem besonderen Erlebnis. Hat sich definitiv für uns gelohnt. Wir steuern auf direktem Wege den "Hoh Rain Forest" an und lassen dabei den Lake Crescent rechts von uns liegen. Eine sehr schöne Strecke. Nachdem wir das Eingangstor vom Nationalpark passiert haben, fahren wir eine gefühlte Ewigkeit tief in den Regenwald hinein, bis wir schließlich am Ziel angekommen sind. Heute wird hier gecampt! Also, Stellplatz aussuchen, selber registrieren und US$ 12,00 in die dafür vorgesehene Box schmeißen fertig. Jetzt wird gekocht und ein Glaserl Wein getrunken - Prost ;-)

 

PS: Schade Doc Holiday aus Grafenau ;-), dass es aus zeitlichen Gründen mit einem Bierchen in Victoria LEIDER nicht geklappt hat. Vielleicht im nächsten Jahr in Florida ;-)